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Making of : "And miles to go...."

Hintergrundgeschichte zur Entstehung des Bildes: And Miles to go
Das Bild zeigt einen Vogelschwarm vor einem fast Vollmond. Natürlich schafft es keine Cam dieser Welt im Jahre 2009 dieses Bild als fertiges JPEG in dieser Form auszuwerfen. Entstanden ist dies eigentlich als Mondaufnahme, sollte jedenfalls eine werden. Mond und Astroaufnahmen mach ich immer mit folgendem Aufbau:

Aufbau mit Laptop zum Live View. Gehäuse ist die EOS 1d Mark III angestöpselt an den Laptop um die Optik in feinen Schritten im Live View genau zu optimieren.Als Optik dient das EF 500/4L IS USM mit dem Canon 2fach TK. Montiert ist das ganze an einem Wimberley Sidekick auf einem Manfrotto Stativ.



Den Umgang mit dem Canon Live-View hab ich hier mal beschrieben.Die Asti Flasche war übrigens ein Überbleibsel von einem gemütlichen Abend mit meiner Frau.
Ursprung für das Bild war dieses RAW, welches ich ohne viel Zeit der Vorbeitung machte:


Eigentlich viel zu dunkel geworden, eher schon ein bisschen suboptimal für eine gute Aufnahme. Aber die Vögel fesselten mich.Ganz rechts waren in 100% Ansicht auch noch die Vögel zu erahnen, welche nicht direkt über der hellen Scheibe des Modes waren. 


Ich entschied mich also, das Bild aus 2 unterschiedlichen Entwicklungen in ACR zusammenzusetzen,wobei die zweite Entwicklung eine recht brutale Push- Entwicklung sein musste, um die Vögel etwas heller zu bekommen. Die erste Entwicklung richtete ich auf den Mond aus, das Ergebnis sah so aus:


Dann folgte Entwicklung Nummer 2 des gleichen RAWs, diesmal mit +3.5 EV, was reichlich heftig ist eigentlich.

Das Bild ist ein schönes Beispiel, warum ich die vielgescholtene MARK III so liebe, der große Pixelpitch zusammen mit den 14Bit RAWs gibt einem die Reserve, wenns dann sein muß, auch mal etwas brutaler an den Reglern zu drehen. Drum habe ich auch eine riesen Abneigung gegen Gehäuse, die wegen Markenting Rauschfreiheit (oder weils der Hersteller anders nicht hinkriegt) schon in den RAWs rummatschen. Es ist beruhigend zu wissen, dass dann, wenn ich mal eine etwas abartigere Verstärkungbrauche, nicht noch hochskalierter Pixelmatch aus dem RAW rauskommt. Ok, bevor ich jetzt wieder in technische Tiefen abdrifte, die manche nicht so gerne hören, beide Raws zusammen wurden dann in ein Bild in Photoshop eingefügt

  

Der nächste Schritt ist dann eigentlich wie aus dem Lehrbuch, obere Ebene schwarze Ebenenmaske, und dann die Vögel mit weiß durch Malen in der Ebenenmaske ausmaskieren.


Der Mond erscheint jetzt wie in dem ersten RAW, die Vögel haben die Werte der Push Entwicklung. So langsam kann man jetzt am Rand auch schon die Vögel erkennnen. Noch so ein kleiner Tip: die Maskenebene nach dem Zeichnen einmal ein bisschen weichzeichen, das ergibt schöne weiche Übergänge zwischen den beiden Ebenen des Bildes.
Nur war mir das ganze am rechten Rand immer noch zu dunkel, hierbei hilft dann folgender Trick weiter: Ebene- neu  Ebene. ABER !! Als Modus ineinanderkopieren und Hakenmachen bei Mit neutraler farbe für den Modus ineinanderkopieren füllen 50% grau
Das sieht dann so aus:


Der Trick dabei ist: die zu verwendenden Werkzeuge sind 1: der Abwedler: durch Zeichnen mit dem Abwedler in der grauen Ebene wird die Stelle des Ursprungsbildes heller, nimmt man 2: den Nachbelichter, wird durch Zeichen in der grauen Ebene der Stelle im Bild dunkler. Ich habe mich entschieden, die Vögel im rechten Bildbereich stark bis extrem im unteren hinteren Bereich aufzuhellen, für mich wirkte das Bild so stimmiger (allerdings nicht der Realität entsprechend). Dies war halt eine Entschiedung der künstlerischen Freiheit und Verfremdung, ein Recht, was ich mir auch mal ab und an gönne. Hier sind ja beide Evolutionsstufen des Bildes zu vergleichen, ok, Geschmäcker sind verschieden, meine Entscheidung war& das so umzusetzen.

Mit den beiden Werkzeugen wurde dann noch ein bischen in alles Vögeln gespielt, um deren Konturen im Lichtschein des Mondes besser hervorzuheben. Auch der Kopierstempel kam bei der einen oder anderen Stelle zum Einsatz.
Eine abschießende Gradikurve noch zur Verfeinerung des Kontrastes, dann stand eigentlich auch schon der entgültige Beschnitt an.


Für den entgültigen Beschnitt wählte ich den rechten Vogelam rechten Rand, so das die Wirkung erzielt wird, als fliege der Schwarm in das Bild hinein.

And Miles to go....
 
Das fertige Ergebnis ist dann dieses hier und steht in meiner Bilddatenbank und wurde unter anderem in die Ausstellung im Sonyuserforum gewählt.
Black, 15. März 2009